Barrierefreies Bad: Maßnahmen, Kosten und Zuschuss richtig beantragen
Zuletzt aktualisiert: 15-07-2026
Ein barrierefreies Bad ermöglicht ein sicheres, selbstständiges Leben auch bei eingeschränkter Mobilität. Typische Maßnahmen sind eine bodengleiche Dusche statt Wanne, Haltegriffe an Dusche und WC, rutschfeste Bodenbeläge, ein unterfahrbarer Waschtisch sowie ein erhöhtes, wandhängendes WC.
Barrierefrei ist mehr als altersgerecht
„Altersgerecht“ meint meist praktische Verbesserungen wie Haltegriffe oder eine ebenerdige Dusche. „Barrierefrei“ nach DIN 18040 verlangt zusätzlich definierte Bewegungsflächen (z. B. 120×120 cm vor Sanitärobjekten), damit auch ein Rollstuhl uneingeschränkt nutzbar ist. Welcher Standard sinnvoll ist, hängt vom individuellen Bedarf ab.
Zuschuss der Pflegekasse beantragen
Bei vorliegendem Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse einen Zuschuss zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen – der Antrag muss vor Beginn der Umbauarbeiten gestellt werden, nicht erst danach. Ohne Pflegegrad kommen alternativ KfW-Zuschüsse für altersgerechtes Umbauen infrage, deren Konditionen sich ändern können.
Kosten realistisch einschätzen
Ein barrierefreier Umbau eines bestehenden Bades liegt je nach Umfang häufig zwischen 10.000€ und 20.000€, bei einer reinen Dusche-statt-Wanne-Lösung teils darunter. Der Zuschuss der Pflegekasse deckt dabei nur einen Teil der Kosten ab, verringert die Eigenbelastung aber spürbar.
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