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Fassadendämmung: WDVS, Kosten und Förderung

Zuletzt aktualisiert: 15-07-2026

Eine gedämmte Fassade reduziert den Heizwärmebedarf spürbar und ist bei älteren, ungedämmten Häusern oft die Maßnahme mit dem größten Energiespar-Effekt. Am weitesten verbreitet ist das Wärmedämmverbundsystem (WDVS): Dämmplatten werden direkt auf die Außenwand geklebt und verputzt.

WDVS oder vorgehängte Fassade?

Das WDVS ist die günstigere, schnellere Lösung für die meisten Wohnhäuser. Eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade (z. B. mit Holz- oder Faserzementverkleidung) ist langlebiger und diffusionsoffener, aber deutlich teurer und optisch eigenständiger – eher relevant bei höherwertiger Sanierung oder speziellen gestalterischen Wünschen.

Dämmstoffe und Brandschutz

Gängige Dämmstoffe sind Polystyrol (EPS, günstig), Mineralwolle (nicht brennbar, oft bei höheren Gebäuden vorgeschrieben) und ökologische Alternativen wie Holzfaser. Die Wahl hängt von Gebäudehöhe, Budget und baurechtlichen Vorgaben zum Brandschutz ab – das prüft der Fachbetrieb im Angebot mit.

Kosten und Förderung

Eine WDVS-Fassadendämmung kostet je nach Dämmstärke und Untergrund häufig zwischen 130–220€ pro Quadratmeter. Über die BAFA-Einzelmaßnahmenförderung für die Gebäudehülle ist ein Zuschuss zu den förderfähigen Kosten möglich, dessen genaue Höhe sich ändern kann.

Häufige Fragen

Wie lange hält eine Fassadendämmung?

Ein fachgerecht ausgeführtes WDVS hält in der Regel 30–40 Jahre, bevor eine grundlegende Erneuerung nötig wird.

Entsteht durch die Dämmung Schimmelgefahr?

Bei fachgerechter Ausführung nicht – im Gegenteil verringert eine gute Dämmung kalte Oberflächen im Innenraum, an denen sich sonst Kondenswasser bilden kann. Wichtig ist eine sorgfältige Anschlussausführung an Fenstern und Dach.

Muss ich beim Umbau Nachbarn oder Behörden informieren?

Bei einer reinen Fassadendämmung im Bestand ist meist keine Baugenehmigung nötig, sofern keine Grenzabstände oder Gestaltungssatzungen berührt werden. Das prüft der ausführende Betrieb im Vorfeld.

Wie viel Heizkosten spart eine Fassadendämmung?

Bei ungedämmten Altbauten sind 15–30% Einsparung realistisch, da Außenwände zu den größten Verlustflächen gehören. Die genaue Zahl hängt von Wandaufbau und restlicher Gebäudehülle ab – eine Energieberatung rechnet es objektbezogen.

Muss ein Gerüst extra bezahlt werden?

Das Gerüst gehört in jedes seriöse Angebot (meist 8–15€/m² Fassadenfläche). Clever: Gerüstkosten lassen sich teilen, wenn Dach- oder Fensterarbeiten gleich mit erledigt werden.

Verändert die Dämmung das Aussehen meines Hauses?

Die Fassade wandert um die Dämmstärke (12–20 cm) nach außen; Fensterbänke und Dachüberstände werden angepasst. Putzstruktur und Farbe sind frei wählbar – bei Sichtfachwerk oder Stuck ist Innendämmung die Alternative.

Was kostet die Anfrage?

Nichts. Die Anfrage und die Vermittlung sind für Sie vollständig kostenlos und unverbindlich – Kosten entstehen erst, wenn Sie einen Betrieb tatsächlich beauftragen.

Wie schnell melden sich die Betriebe?

In der Regel innerhalb von 24 Stunden, bei Notfall-Anfragen deutlich schneller. Die Kontaktaufnahme erfolgt telefonisch oder per E-Mail – je nachdem, was Sie angegeben haben.

Wie viele Angebote erhalte ich?

Je nach Region und Verfügbarkeit melden sich in der Regel ein bis drei passende Betriebe. Sie vergleichen in Ruhe und entscheiden frei, ob und wen Sie beauftragen.

Wie werden die Betriebe geprüft?

Wir vermitteln ausschließlich an Betriebe mit nachgewiesener Qualifikation – Eintrag in der Handwerksrolle bzw. entsprechende Fachzertifizierungen. Auffällige Betriebe werden aus der Vermittlung ausgeschlossen.