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Kosten & Förderung

Was kostet eine neue Heizung? Wärmepumpe, Gas und Pellets im ehrlichen Vergleich

Zuletzt aktualisiert: 16.07.2026

Die Anschaffung ist nur die halbe Wahrheit: Wer Förderung und Betriebskosten mitrechnet, kommt oft zu einem anderen Ergebnis als der erste Blick aufs Angebot.

Die Anschaffungskosten (Einfamilienhaus, inkl. Einbau)

Luft-Wasser-Wärmepumpe: meist 27.000–45.000 Euro vor Förderung – inklusive hydraulischem Abgleich, ggf. Pufferspeicher und Elektrik. Gas-Brennwertheizung: 10.000–16.000 Euro – klingt günstig, dazu später mehr. Pelletheizung: 25.000–40.000 Euro inklusive Lager und Fördertechnik. Erdwärmepumpe: mit Bohrung 35.000–55.000 Euro, dafür höchste Effizienz.

Der Faktor, der alles dreht: die Förderung

Für den Heizungstausch auf erneuerbare Systeme gibt es über die KfW gestaffelte Zuschüsse: 30 Prozent Grundförderung, plus Geschwindigkeits-/Austauschbonus beim Ersatz alter Öl- und Gaskessel, plus Einkommensbonus für Haushalte bis 40.000 Euro zu versteuerndem Einkommen – gedeckelt bei 70 Prozent der förderfähigen Kosten (diese wiederum bei 30.000 Euro fürs Einfamilienhaus, macht maximal 21.000 Euro Zuschuss). Eine 35.000-Euro-Wärmepumpe kann so effektiv unter dem Preis einer ungeförderten Gasheizung landen. Gasheizungen erhalten keine Förderung. Wichtig: Konditionen ändern sich politisch – vor der Beauftragung den aktuellen Stand beim Fachbetrieb oder der KfW prüfen und den Antrag vor Vertragsabschluss der Maßnahme sauber timen.

Betriebskosten: die zweite Hälfte der Wahrheit

Gas wird durch den steigenden CO₂-Preis Jahr für Jahr teurer – das ist politisch angelegt und kein Marktzufall. Eine Wärmepumpe mit ordentlicher Jahresarbeitszahl (3 und mehr) heizt mit Wärmepumpen-Stromtarif in den meisten Bestandsgebäuden günstiger als Gas, erst recht in Kombination mit eigener Photovoltaik. Wer heute noch Gas einbaut, sollte außerdem die GEG-Anforderungen kennen: Je nach kommunaler Wärmeplanung greifen Pflichten zu steigenden Anteilen erneuerbarer Brennstoffe – die vermeintlich günstige Lösung trägt ein Regulierungs- und Preisrisiko.

„Geht eine Wärmepumpe in meinem Altbau?"

Häufiger als gedacht: Entscheidend ist, ob die Heizkörper den Raum auch mit Vorlauftemperaturen um 50–55 °C warm bekommen. Der Praxistest kostet nichts – ausführlich in unserem Ratgeber Wärmepumpe im Altbau, den Systemvergleich rechnet unser Kostenvergleich Gas vs. Wärmepumpe durch.

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