Kernsanierung: Kosten, Reihenfolge und Planung
Zuletzt aktualisiert: 15-07-2026
Bei einer Kernsanierung wird das Gebäude bis auf die tragende Substanz zurückgebaut und komplett neu aufgebaut: Elektrik, Wasserleitungen, Heizung, Fenster, Dämmung, Böden und Bäder. Das Ergebnis entspricht technisch einem Neubau – bei erhaltenem Charakter des Altbaus.
Kosten pro Quadratmeter
Eine Kernsanierung liegt je nach Zustand und Ausstattungsniveau häufig zwischen 800€ und 1.600€ pro Quadratmeter Wohnfläche – bei Denkmalschutz oder gehobener Ausstattung auch darüber. Die größten Einzelposten sind Heizung/Sanitär, Elektrik, Fenster und Dach. Eine ehrliche Bestandsaufnahme vor Angebotserstellung ist entscheidend: Überraschungen im Bestand (Feuchtigkeit, Schadstoffe, marode Leitungen) sind der häufigste Grund für Nachträge.
Die richtige Reihenfolge
Bewährt ist: erst Entkernung und Rohbaumaßnahmen, dann Dach und Fenster (Gebäudehülle dicht), anschließend Elektro- und Sanitär-Rohinstallation, Estrich und Putz, zuletzt Ausbau und Oberflächen. Ein Generalunternehmer koordiniert diese Abfolge – alternativ übernimmt ein Architekt oder Bauleiter die Gewerke-Koordination.
Förderung nutzen
Für energetische Maßnahmen innerhalb der Sanierung (Dämmung, Fenster, Heizung) existieren KfW- und BAFA-Programme; ein vorab erstellter individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) kann Fördersätze erhöhen. Bei umfassender Sanierung zum Effizienzhaus sind zinsgünstige KfW-Kredite mit Tilgungszuschüssen möglich – die Konditionen ändern sich regelmäßig, ein Energieberater prüft den aktuellen Stand.
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