Stufe 1: Auffrischen (3.000–8.000 Euro)
Sanitärobjekte tauschen (WC, Waschtisch, Armaturen), neue Dusch-Abtrennung, streichen, Silikonfugen erneuern – ohne die Fliesen und Leitungen anzufassen. Das verwandelt müde Bäder für kleines Geld und ist die typische Vermieter- oder Verkaufsvorbereitungs-Lösung. Auch Fliesenlack oder große Wandpaneele über Altfliesen gehören in diese Kategorie.
Stufe 2: Komplettsanierung (Faustformel 2.500–4.500 Euro pro m²)
Alles raus bis auf den Rohbau: neue Leitungen, Elektrik, Abdichtung, Fliesen, Objekte, Decke, Beleuchtung. Ein 6-m²-Standardbad landet damit realistisch bei 15.000–27.000 Euro, ein 10-m²-Bad entsprechend höher. Warum so teuer? Im Bad arbeiten bis zu fünf Gewerke nacheinander (Sanitär, Elektro, Estrich/Abdichtung, Fliesen, Maler), und die Arbeitskosten machen gut die Hälfte der Summe aus. Bodengleiche Duschen, Wandhänge-WCs mit neuer Vorwand und Handtuchheizkörper sind heute Standard – Luxus beginnt bei freistehenden Wannen, Natursteinflächen und Smart-Technik, dann sind auch 5.000+ Euro pro m² schnell erreicht.
Die unterschätzten Kostentreiber
Leitungsverlegung: Wer WC oder Dusche an eine andere Wand wandern lässt, bezahlt neue Abwasserwege – oft vierstellig. Altbau-Überraschungen: Bleileitungen, morscher Estrich, fehlende Abdichtung kommen erst nach dem Abriss ans Licht; 10–15 Prozent Puffer einplanen. Barrierefreiheit treibt nicht per se den Preis – bodengleiche Dusche und rutschhemmende Fliesen kosten kaum mehr, und die Pflegekasse bezuschusst Umbauten bei Pflegegrad mit bis zu 4.180 Euro pro Person (Antrag vor Baubeginn stellen – Details in unserem Zuschuss-Ratgeber).
Ehrlich sparen – und wo nicht
Sparen können Sie bei: Objekt-Auswahl (Markenkeramik der zweiten Linie), Fliesenformat (Standardformate statt XXL), Eigenleistung bei Abriss und Malerarbeiten. Nicht sparen sollten Sie bei Abdichtung, Leitungen und Silikonarbeiten – jeder Wasserschaden aus Pfusch kostet mehr als die ganze Ersparnis. Und: Arbeitskosten sind zu 20 Prozent steuerlich absetzbar.
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