Die Preisformel
Gerüstbauer rechnen nach eingerüsteter Fassadenfläche: üblich sind 8–15 Euro pro Quadratmeter – inklusive Anlieferung, Auf- und Abbau sowie einer Grund-Standzeit von meist 4 Wochen. Jede weitere Woche kostet Standgeld (grob 1–2 Euro/m² und Woche). Ein Einfamilienhaus mit rund 200 m² einzurüstender Fläche liegt damit bei 1.600–3.000 Euro.
Was den Preis nach oben treibt
Arbeitshöhen über zwei Geschosse, Hanglagen und schwer zugängliche Aufstellflächen, Überbrückungen (Carport, Wintergarten, Anbauten), Dachfanggerüste mit Schutzwand für Dacharbeiten (Pflicht!), Gehweg-Nutzung mit verkehrsrechtlicher Genehmigung der Kommune (Gebühr plus Beleuchtung/Absicherung) sowie Schutznetze und Staubplanen. Rollgerüste für punktuelle Arbeiten sind die günstige Alternative ab etwa 100–200 Euro Miete pro Woche – für alles, was nur wenige Stunden an einer Stelle dauert.
Der wichtigste Spartipp: bündeln
Das Gerüst steht – also alles erledigen, was es braucht: Dachüberstand streichen, Dachrinne erneuern, Fassadenrisse schließen, Fenster im Obergeschoss tauschen. Zwei getrennte Projekte mit zwei Gerüststellungen kosten schnell 2.000 Euro mehr als ein gebündeltes. Bei Angeboten von Dachdecker oder Maler prüfen, ob das Gerüst enthalten ist – „zzgl. Gerüst" ist eine beliebte Stelle, an der billige Angebote später aufholen.
Haftung und Ordnungsgemäßes
Aufbau und wesentliche Änderungen gehören ausschließlich in Fachhände – wer selbst Konsolen versetzt oder Geländer entfernt, haftet bei Unfällen. Nach dem Aufbau dokumentiert der Gerüstbauer die Freigabe (Kennzeichnung am Gerüst); der nutzende Betrieb prüft täglich. Für Sie als Auftraggeber wichtig: Das Gerüst lockt Einbrecher an – Fenster im Gerüstbereich konsequent verschließen und die Hausratversicherung informiert halten (manche Policen verlangen die Meldung eingerüsteter Gebäude, sonst drohen Kürzungen beim Einbruch).
Gerüst fällt selten allein an: Für Dacharbeiten und Fassadenprojekte vermitteln wir Betriebe, die das Gerüst gleich mit anbieten.