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Kosten & Vorschriften

Was kostet ein Kaminofen? Anschaffung, Schornstein und die Regeln, die 2026 gelten

Zuletzt aktualisiert: 16.07.2026

Der Ofen selbst ist der kleinste Posten – Schornstein, Einbau und Vorschriften machen den Unterschied. Und für Altöfen sind die Übergangsfristen inzwischen abgelaufen.

Die Kostenblöcke

Der Ofen: solide Markengeräte 1.000–3.000 Euro, Speicheröfen und wasserführende Modelle (heizen ins Zentralheizungssystem ein) 3.000–6.000 Euro+. Der Schornstein: Ist keiner (frei) vorhanden, kostet die Nachrüstung eines Edelstahl-Außenschornsteins inklusive Montage meist 2.000–5.000 Euro – oft der größte Einzelposten. Einbau und Anschluss: 300–1.000 Euro plus ggf. Bodenplatte aus Glas/Stahl (Pflicht auf brennbaren Böden, 100–300 Euro). Laufend: Brennholz (je nach Region und Qualität stark schwankend) und die regelmäßige Kehrung durch den Schornsteinfeger.

Ohne den Schornsteinfeger geht nichts

Zwei Pflichttermine: Vor dem Kauf die Beratung – der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger beurteilt, ob Schornsteinzug, Querschnitt und Aufstellraum (Verbrennungsluft! Kollision mit Dunstabzug oder Lüftungsanlage!) passen. Nach dem Einbau die formelle Abnahme – ohne sie darf der Ofen nicht betrieben werden, und im Brandfall zahlt keine Versicherung. Diese Reihenfolge schützt vor dem klassischen Fehlkauf des schönen Ofens, der am vorhandenen Schornstein nie laufen darf.

Die Vorschriftenlage 2026

Neue Öfen müssen die Grenzwerte der 2. Stufe der 1. BImSchV einhalten – bei Markengeräten Standard. Wichtiger für Bestandsbesitzer: Die Übergangsfristen für Altöfen sind abgelaufen – zuletzt mussten Öfen mit Typprüfung zwischen 1995 und März 2010 bis Ende 2024 nachgerüstet (Feinstaubfilter) oder stillgelegt werden, sofern sie die Grenzwerte nicht nachweislich einhalten. Wer einen alten Ofen weiterbetreibt, sollte den Status mit dem Schornsteinfeger klären – bei Kontrollen drohen sonst Stilllegung und Bußgeld. Ausnahmen gelten u. a. für historische Öfen und Öfen als einzige Heizquelle.

Ehrlich gerechnet: Wärme oder Gemütlichkeit?

Als Zusatzheizung und Blackout-Reserve ist der Kaminofen unschlagbar gemütlich; als Sparmodell gegen die Zentralheizung rechnet er sich nur mit günstiger Holzquelle und effizientem Gerät – und die Feinstaub-Debatte um Holzöfen wird regulatorisch eher schärfer als milder. Wer primär Heizkosten senken will, vergleicht besser über unseren Heizungs-Kostenratgeber.

Vom Schornsteinzug bis zum Einbau: Über unsere Sanierungs-Seite vermitteln wir Betriebe für Ofen- und Schornsteinprojekte.