Kosten-Wissen
Was kostet ein Maler? Preise pro Quadratmeter fürs Streichen, Tapezieren und Fassaden
Zuletzt aktualisiert: 16.07.2026
Selbst streichen ist billiger – aber der Maler oft besser als sein Ruf, gerade bei Altbau-Wänden und Decken. Die Quadratmeterpreise im Überblick.
Die Quadratmeterpreise (Arbeitsfläche, inkl. Standardfarbe)
Wände streichen: meist 7–15 Euro pro m² Wandfläche – abhängig von Untergrund, Farbton-Wechsel (dunkle Wände brauchen mehr Anstriche) und Raumhöhe. Decken: 8–18 Euro/m², über Kopf ist mühsamer. Tapezieren: 10–25 Euro/m² je nach Tapetenart – Raufaser unten, Mustertapeten mit Ansatz oben. Altanstrich/Tapete entfernen: 5–10 Euro/m² extra – der Posten, der Laien am meisten überrascht. Fassade: 25–60 Euro/m² inklusive Vorarbeiten, plus Gerüst.
Rechenbeispiel 20-m²-Zimmer
Ein Raum mit 20 m² Grundfläche und 2,50 m Deckenhöhe hat rund 45 m² Wand- plus 20 m² Deckenfläche. Streichen komplett: grob 450–900 Euro. Klingt viel gegen 60 Euro Farbkosten in Eigenregie – enthält aber Abkleben, Abdecken, Spachteln von Dübellöchern und Rissen, zwei saubere Anstriche und die Haftung für das Ergebnis.
Wann sich der Profi wirklich lohnt
Bei Altbauwänden mit Rissen und sandenden Untergründen (Grundierung und Spachteltechnik entscheiden hier über das Ergebnis), bei Treppenhäusern und hohen Decken (Gerüst/Absturzgefahr), bei Schimmelvorgeschichte (Spezialbeschichtungen), bei Lackarbeiten an Türen und Heizkörpern (sichtbare Pinselspuren vermeiden können die wenigsten) – und immer, wenn es schnell gehen muss: Ein Trupp schafft eine 3-Zimmer-Wohnung in zwei Tagen.
Übrigens: Auszugsrenovierung oft unnötig
Viele beauftragen den Maler fürs „Weißen" beim Auszug – dabei sind starre Renovierungsklauseln in Mietverträgen häufig unwirksam. Bevor Sie Geld ausgeben, lesen Sie unseren Ratgeber Muss ich beim Auszug streichen?. Und wo tatsächlich gestrichen wird: Rechnung unbar zahlen und 20 Prozent der Arbeitskosten absetzen.
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